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Hier finden Sie viele interessante Beiträge rund um das Thema Leitungswasser, Wasserfilter und Harmonizer Produkte!

 

Schadstoffe

Nitrat

Um Mineralien bzw. Salze wie Nitrat zu entnehmen bleibt nur Destillation, Ionentausch oder Umkehrosmose. Grundsätzlich sind unsere Aktivkohlefilter sehr leistungsfähig und entnehmen dem Leitungswasser, außer den bekannten Ablagerungen von Rohrleitungen auch viele andere Stoffe, u. a. Rückstände von Medikamenten, hormonähnliche Verbindungen, Chlor, Ozon, Fungizide, Pestizide, Herbizide, Blei, Kupfer und vieles mehr.
 
Die Adsorptionsfähigkeit von Aktivkohle bzgl. gelöster Substanzen ist im wesentlichen auf organische Substanzen fokussiert (C-H-Verbindungen). Es gibt aber auch nachgewiesene Zurückhaltung von anorganischen Stoffen wie Kupfer, Blei, Chlor usw. Aktivkohlefilter entnehmen dem Wasser aber keine Mineralien (Salze), somit bleibt das Wasser kalkhaltig, meist PH-neutral und der Leitwert unverändert!
 
Nitrate sind Salze und Ester. Sie liegen, wie Mineralien gelöst im Wasser als Ionen vor. Aktivkohlefilter können diese Stoffe nur bedingt entnehmen. Dies hängt u.a. davon ab in welcher Form sie vorliegen.
 
Nitrat selbst ist in den Größenordnungen der gesetzlichen Grenzwerte vollkommen ungiftig. Gefahr besteht für Säuglinge und für Menschen mit entarteter Darmflora durch die mögliche Bildung von Nitrit. In der Hauptsache aber dienen die Grenzwerte für Nitrat als Indikatorwerte für eine allgemeine Belastung der Trinkwasserquellen mit stickstoffhaltigen organischen Verschmutzungen, die von Aktivkohlefiltern entnommen werden (Aktivkohle entnimmt grundsätzlich alle organischen Verbindungen). Selbst im Flaschenwasser für Babys darf noch bis zu 10 mg/l Nitrat enthalten sein.

 

Der lt. Trinkwasserverordnung zulässige Wert liegt in Deutschland bei 50 mg/l (in der EU bei 25 mg/l)!
 
Bedenken richten sich weniger gegen Nitrat als gegen Nitrit, das durch Umwandlung aus Nitrat entstehen kann. Im Lebensmittel passiert das hauptsächlich bei langsamem Abkühlen und erneutem Aufwärmen von nitratreichen Lebensmitteln wie Spinat. Nitrit ist auch enthalten in gepökelten Fleischwaren wie Salami, roher Schinken und Kasseler. Denn Nitrit ist Bestandteil des Pökelsalzes.

Für das Trinkwasser müsste vorab geklärt werden, ob es überhaupt belastet ist und wenn ja - wie hoch der Wert ist. Der Wert kann beim Wasserversorger erfragt werden. 

 

NITRATWERTE IM VERGLEICH

Trinkwasser (Grenzwert) 50 mg/l
Spinat 2.000 mg/kg
Kopfsalat 2.500 mg/kg
Kartoffeln 56 mg/kg
Käse 35 mg/kg
Gurken 200 mg/kg
Rote Rüben 3.000 mg/kg
Eissalat 1.100 mg/kg
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Fluoride

Aktivkohlefilter entnehmen dem Wasser keine Mineralien (Salze)!

Fluoride kommen in Form von Mineralien (Salze, die im Wasser gelöst sind) in der Natur vor und haben negativ geladene Ionen (Anionen).

Es gibt allerdings auch nicht ionische- und organische Verbindungen, wie z.B. Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs), Polytetrafluorethen (PTFE), Perfluorierte Tenside (PFT), die ebenfalls als Fuoride bezeichnet werden.

Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt das Fluorid im Trinkwasser als anorganisches Salz vor (Grenzwert 1,5mg/l) und wird somit nicht entnommen.

Nicht ionische- oder organische Verbindungen, wie z.B. FKWs, PTFE, PFT werden entnommen!

In Deutschland wird das Trinkwasser nicht fluoridiert und hat somit nur einen geringen natürlichen Fluoridgehalt, der in diesen Mengen kein Problem darstellt.

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Gefahr durch Wasserleitungen aus Kunststoff ?

[06.01.2004]

Kiel/Kopenhagen (Ullrich Meißner) - Die Alarmglocken bei der dänischen Umweltbehörde in Kopenhagen schrillen, das Kieler Verbraucherschutzministerium ist hellhörig geworden - Wissenschaftler der Dänischen Technischen Universität (DTU) in Kopenhagen haben herausgefunden, dass es um die Trinkwasserversorgung nicht so gut bestellt ist, wie bislang gedacht: Die modernen Kunststoffrohre sind potenzielle Gefahrenquellen. 

Nicht nur in Dänemark, auch in allen anderen europäischen Ländern kann es zu massiven Problemen kommen. In den Versorgungsleitungen finden Bakterien ideale Lebensbedingungen. Hinzu kommt, dass die Rohre selbst auch noch chemische Substanzen ins Wasser abgeben, von denen einige von der EU als hormonwirksam eingestuft sind. Dabei galt das Wasser-Versorgungsnetz in Dänemark bislang als mustergültig, beziehen doch mittlerweile zwei Drittel aller Verbraucher ihr Nass aus moderne n Kunststoffrohren.

Im Kieler Verbraucherschutzministerium kennt man die DTU-Untersuchungen bislang noch nicht im Detail, will diese aber umgehend anfordern. Wie in Deutschland auch, werden in Dänemark landesweit nach und nach die alten Versorgungsstränge durch sogenannte PE-Kunststoffrohre ersetzt. Bislang, so Mikrobiologe Hans Jörn Albrechtsen von der DTU, sei man davon ausgegangen, dass die Kunststoffrohre die optimale Lösung seien, die die bekannten Gefahren für die menschliche Gesundheit durch andere Materialien, wie etwa Blei- oder Kupferrohre eliminieren könnten. Doch weit gefehlt. Die Forschungsergebnisse der DTU, die noch nicht vollständig ausgewertet sind, wurden dieser Tage auch durch Untersuchungen der norwegischen Lebensmittelüberwachung bestätigt. Ole Ladefoged von der Verbraucherbehörde in Kopenhagen: "Drei der von den Norwegern in PE-Rohren nachgewiesenen Chemikalien sind von der EU als hormonwirksam eingestuft worden. Einer dieser Stoffe, 4-tert butylphenol, darf nicht einmal in Verpackungsmaterial für Lebensmittel eingearbeitet werden. Über die beiden anderen Stoffe wissen wir noch zu wenig."

Kunststoffrohre, so Mikrobiologe Albrechtsen, geben unter anderem Phenole an das Trinkwasser ab. Doch dies sei nicht die einzige Gefahr, erläutert er. Für die EU erstelle sein Haus gerade eine Dokumentation der Forschungsergebnisse, denn gefunden worden sei im Wasser auch ein anderer gefährlicher Stoff: MTBE. Üblicherweise findet der sich nur in Benzin, konnte aber auch im Wasser nachgewiesen werden - in zehnfach höherer Konzentration als der Grenzwert erlaubt. 

Gefährlich für den Menschen können neben dem Chemiecocktail auch Bakterien im Trinkwasser werden. "Die Mikroorganismen wachsen in den Kunststoffleitungen, weil sie durch die Rohre selbst mit Nahrung versorgt werden", sagt der Mikrobiologe. Die PE-Rohre sondern sogenanntes AOC (Assimilierbares organisches Carbon) ab, organischer Kohlenstoff, von dem sich die Bakterien ernähren. Nach Einschätzung von Albrechtsen geben die Forschungsergebnisse Anlass zu großer Sorge, denn hormonwirksame Mittel im Trinkwasser könnten fatale Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Eines der nächsten Forschungsvorhaben werde jetzt wohl die Überprüfung sein, ob die zunehmende Unfruchtbarkeit bei Männern in der westlichen Welt auch auf die hormonwirksamen Stoffe in den Wasserleitungen zurückzuführen ist. 

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