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Hier finden Sie viele interessante Beiträge rund um das Thema Leitungswasser, Wasserfilter und Harmonizer Produkte!

 

Schadstoffe

Schmeckt Ihnen Leitungswasser?

Viele Menschen trinken kein Leitungswasser. Dafür haben sie die unterschiedlichsten Gründe. Manche misstrauen der Qualität und manchen schmeckt es nicht.

Die Mineralwasserindustrie bietet Wasser in Flaschen als Ersatz und wirbt mit viel Aufwand dafür. Doch ist das wirklich die beste Lösung? Leitungswasser kann gut schmecken, wenn die geschmacksstörenden Stoffe entnommen werden.

Schleppen Sie vielleicht Flaschen, weil Sie das Wasser aus der Leitung nicht mögen?

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Schadstoffe im Wasser

Zu den gefährlichsten Schadstoffen im Wasser zählen vor allem Pestizide, Hormone, Herbizide, Fungizide, Medikamentenreste, Blei, Arsen, Bakterien und Keime, sowie Partikel von Mikroplastik.

Die Belastung des Wassers durch bestimmte Schadstoffe ist nicht automatisch gefährlich, sondern erst ab einer gewissen Menge, also ab einer spezifischen Konzentration im Wasser. Ein wichtiger Faktor ist dabei vor allem, dass Schadstoffe im Trinkwasser erst ab einer gewissen Zeit gefährlich für die Gesundheit sein können. Das bedeutet, erst nach einer langen Zeit, in welcher der Mensch das Wasser trinkt, tritt die Wirkung ein. Insbesondere für jüngere Menschen oder Säuglinge ist eine Schadstoffbelastung des Leitungswassers zum Trinken ein Problem und kann zur Gefahr werden.

Es existieren einige gefährliche Stoffe, die nichts in unserem Wasser zu suchen haben und ein Problem für die Qualität des Trinkwassers darstellen.

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Wie gelangen Schadstoffe in unser Trinkwasser?

Oft sind es wir selbst, die viele dieser Stoffe in die Umwelt bringen.

Beispielsweise Medikamentenrückstände: Experten gehen davon aus, dass 50 bis 95 % der eingenommenen Arzneimittel (teils auch nach einem Abbau in der Leber) wieder ausgeschieden werden und somit über die Toilette ins Abwasser gelangen. Aber auch durch falsche Medikamentenentsorgung, z. B. über die Toilette oder den Hausmüll, der nicht verbrannt wird, gelangen diese Rückstände letztendlich in unser Grundwasser.

Eine weitere Ursache für Medikamentenrückstände im Trinkwasser ist die Industrielle Tierhaltung.
Um die hohe Nachfrage an Billigfleisch zu decken, werden möglichst viele Nutztiere auf engstem Raum gehalten. Dies ist nur unter Einsatz großer Mengen von Antibiotika möglich. Über die Ausscheidungen der Tiere gelangen Reste von Tierarzneimittel in die Umwelt.

Das zeigt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes. Untersucht wurden elf ausgewählte, belastete Grundwasser-Messstellen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Die dort gefundenen Antibiotika-Rückstände stammen überwiegend aus der Landwirtschaft.

Aber auch viele weitere chemische Verbindungen unserer hochentwickelten Industrie finden sich in unserem Trinkwasser wieder. Darunter sind optische Aufheller und Duftstoffe aus Waschmitteln, Pestizidrückstände aus der Land- und Bauwirtschaft, die bereits erwähnten Medikamentenrückstände oder auch Röntgenkontrastmittel, usw. Viele Spurenstoffe sind biologisch schwer abbaubar und können daher oft nur unter sehr hohem Aufwand in der Abwasser- und Trinkwasseraufbereitung entfernt werden.

Herkömmliche Wasserwerkstechnik kann diese Stoffe nicht vollständig zurückhalten und eine Nachrüstung wäre für die etwa 6.000 Wasserwerke in Deutschland extrem teuer.
Aus diesem Grund ist das Wasser, das in die Haushalte kommt, in der Regel nicht völlig frei von kritischen und belastenden Stoffen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen und Berichte in den Medien belegen das mit Fakten. (Link)

Dazu kommt, dass die Leitungen, durch die das Wasser vom Wasserwerk bis zum Haus fliesst, sehr lang und sehr alt sein können. Oft liegen viele Kilometer zwischen Wasserwerk und Haushalt: vom weiten Transport und vor allem von der Stagnation, also dem langen Stehen in den Rohren, wird Wasser nicht besser.

Nicht nur die großen öffentlichen Leitungen sind vielerorts Jahrzehnte alt und können die verschiedensten Bestandteile abgeben (Asbest, Dichtungschemikalien, u.a.). Besonders die letzten Meter – die Leitungen im eigenen Haus – können kritisch sein. Entweder weil sie selbst etwas abgeben (Kupfer, Blei, o.a.) oder weil sich in ihnen viele Keime befinden.

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Gefahr durch Wasserleitungen aus Kunststoff ?

[06.01.2004]

Kiel/Kopenhagen (Ullrich Meißner) - Die Alarmglocken bei der dänischen Umweltbehörde in Kopenhagen schrillen, das Kieler Verbraucherschutzministerium ist hellhörig geworden - Wissenschaftler der Dänischen Technischen Universität (DTU) in Kopenhagen haben herausgefunden, dass es um die Trinkwasserversorgung nicht so gut bestellt ist, wie bislang gedacht: Die modernen Kunststoffrohre sind potenzielle Gefahrenquellen. 

Nicht nur in Dänemark, auch in allen anderen europäischen Ländern kann es zu massiven Problemen kommen. In den Versorgungsleitungen finden Bakterien ideale Lebensbedingungen. Hinzu kommt, dass die Rohre selbst auch noch chemische Substanzen ins Wasser abgeben, von denen einige von der EU als hormonwirksam eingestuft sind. Dabei galt das Wasser-Versorgungsnetz in Dänemark bislang als mustergültig, beziehen doch mittlerweile zwei Drittel aller Verbraucher ihr Nass aus moderne n Kunststoffrohren.

Im Kieler Verbraucherschutzministerium kennt man die DTU-Untersuchungen bislang noch nicht im Detail, will diese aber umgehend anfordern. Wie in Deutschland auch, werden in Dänemark landesweit nach und nach die alten Versorgungsstränge durch sogenannte PE-Kunststoffrohre ersetzt. Bislang, so Mikrobiologe Hans Jörn Albrechtsen von der DTU, sei man davon ausgegangen, dass die Kunststoffrohre die optimale Lösung seien, die die bekannten Gefahren für die menschliche Gesundheit durch andere Materialien, wie etwa Blei- oder Kupferrohre eliminieren könnten. Doch weit gefehlt. Die Forschungsergebnisse der DTU, die noch nicht vollständig ausgewertet sind, wurden dieser Tage auch durch Untersuchungen der norwegischen Lebensmittelüberwachung bestätigt. Ole Ladefoged von der Verbraucherbehörde in Kopenhagen: "Drei der von den Norwegern in PE-Rohren nachgewiesenen Chemikalien sind von der EU als hormonwirksam eingestuft worden. Einer dieser Stoffe, 4-tert butylphenol, darf nicht einmal in Verpackungsmaterial für Lebensmittel eingearbeitet werden. Über die beiden anderen Stoffe wissen wir noch zu wenig."

Kunststoffrohre, so Mikrobiologe Albrechtsen, geben unter anderem Phenole an das Trinkwasser ab. Doch dies sei nicht die einzige Gefahr, erläutert er. Für die EU erstelle sein Haus gerade eine Dokumentation der Forschungsergebnisse, denn gefunden worden sei im Wasser auch ein anderer gefährlicher Stoff: MTBE. Üblicherweise findet der sich nur in Benzin, konnte aber auch im Wasser nachgewiesen werden - in zehnfach höherer Konzentration als der Grenzwert erlaubt. 

Gefährlich für den Menschen können neben dem Chemiecocktail auch Bakterien im Trinkwasser werden. "Die Mikroorganismen wachsen in den Kunststoffleitungen, weil sie durch die Rohre selbst mit Nahrung versorgt werden", sagt der Mikrobiologe. Die PE-Rohre sondern sogenanntes AOC (Assimilierbares organisches Carbon) ab, organischer Kohlenstoff, von dem sich die Bakterien ernähren. Nach Einschätzung von Albrechtsen geben die Forschungsergebnisse Anlass zu großer Sorge, denn hormonwirksame Mittel im Trinkwasser könnten fatale Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Eines der nächsten Forschungsvorhaben werde jetzt wohl die Überprüfung sein, ob die zunehmende Unfruchtbarkeit bei Männern in der westlichen Welt auch auf die hormonwirksamen Stoffe in den Wasserleitungen zurückzuführen ist. 

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Nitrat

Um Mineralien bzw. Salze wie Nitrat zu entnehmen bleibt nur Destillation, Ionentausch oder Umkehrosmose. Grundsätzlich sind unsere Aktivkohlefilter sehr leistungsfähig und entnehmen dem Leitungswasser, außer den bekannten Ablagerungen von Rohrleitungen auch viele andere Stoffe, u. a. Rückstände von Medikamenten, hormonähnliche Verbindungen, Chlor, Ozon, Fungizide, Pestizide, Herbizide, Blei, Kupfer und vieles mehr.
 
Die Adsorptionsfähigkeit von Aktivkohle bzgl. gelöster Substanzen ist im wesentlichen auf organische Substanzen fokussiert (C-H-Verbindungen). Es gibt aber auch nachgewiesene Zurückhaltung von anorganischen Stoffen wie Kupfer, Blei, Chlor usw. Aktivkohlefilter entnehmen dem Wasser aber keine Mineralien (Salze), somit bleibt das Wasser kalkhaltig, meist PH-neutral und der Leitwert unverändert!
 
Nitrate sind Salze und Ester. Sie liegen, wie Mineralien gelöst im Wasser als Ionen vor. Aktivkohlefilter können diese Stoffe nur bedingt entnehmen. Dies hängt u.a. davon ab in welcher Form sie vorliegen.
 
Nitrat selbst ist in den Größenordnungen der gesetzlichen Grenzwerte vollkommen ungiftig. Gefahr besteht für Säuglinge und für Menschen mit entarteter Darmflora durch die mögliche Bildung von Nitrit. In der Hauptsache aber dienen die Grenzwerte für Nitrat als Indikatorwerte für eine allgemeine Belastung der Trinkwasserquellen mit stickstoffhaltigen organischen Verschmutzungen, die von Aktivkohlefiltern entnommen werden (Aktivkohle entnimmt grundsätzlich alle organischen Verbindungen). Selbst im Flaschenwasser für Babys darf noch bis zu 10 mg/l Nitrat enthalten sein.

 

Der lt. Trinkwasserverordnung zulässige Wert liegt in Deutschland bei 50 mg/l (in der EU bei 25 mg/l)!
 
Bedenken richten sich weniger gegen Nitrat als gegen Nitrit, das durch Umwandlung aus Nitrat entstehen kann. Im Lebensmittel passiert das hauptsächlich bei langsamem Abkühlen und erneutem Aufwärmen von nitratreichen Lebensmitteln wie Spinat. Nitrit ist auch enthalten in gepökelten Fleischwaren wie Salami, roher Schinken und Kasseler. Denn Nitrit ist Bestandteil des Pökelsalzes.

Für das Trinkwasser müsste vorab geklärt werden, ob es überhaupt belastet ist und wenn ja - wie hoch der Wert ist. Der Wert kann beim Wasserversorger erfragt werden. 

 

NITRATWERTE IM VERGLEICH

Trinkwasser (Grenzwert) 50 mg/l
Spinat 2.000 mg/kg
Kopfsalat 2.500 mg/kg
Kartoffeln 56 mg/kg
Käse 35 mg/kg
Gurken 200 mg/kg
Rote Rüben 3.000 mg/kg
Eissalat 1.100 mg/kg
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Fluoride

Aktivkohlefilter entnehmen dem Wasser keine Mineralien (Salze)!

Fluoride kommen in Form von Mineralien (Salze, die im Wasser gelöst sind) in der Natur vor und haben negativ geladene Ionen (Anionen).

Es gibt allerdings auch nicht ionische- und organische Verbindungen, wie z.B. Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs), Polytetrafluorethen (PTFE), Perfluorierte Tenside (PFT), die ebenfalls als Fuoride bezeichnet werden.

Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt das Fluorid im Trinkwasser als anorganisches Salz vor (Grenzwert 1,5mg/l) und wird somit nicht entnommen.

Nicht ionische- oder organische Verbindungen, wie z.B. FKWs, PTFE, PFT werden entnommen!

In Deutschland wird das Trinkwasser nicht fluoridiert und hat somit nur einen geringen natürlichen Fluoridgehalt, der in diesen Mengen kein Problem darstellt.

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