INFOTHEK

 

 

Hier finden Sie viele interessante Fachbeiträge rund um das Thema Wasser und Harmonizer Produkte!

 

Wie gelangen Schadstoffe in unser Trinkwasser?

Oft sind es wir selbst, die viele dieser Stoffe in die Umwelt bringen.

Beispielsweise Medikamentenrückstände: Experten gehen davon aus, dass 50 bis 95 % der eingenommenen Arzneimittel (teils auch nach einem Abbau in der Leber) wieder ausgeschieden werden und somit über die Toilette ins Abwasser gelangen. Aber auch durch falsche Medikamentenentsorgung, z. B. über die Toilette oder den Hausmüll, der nicht verbrannt wird, gelangen diese Rückstände letztendlich in unser Grundwasser.

Eine weitere Ursache für Medikamentenrückstände im Trinkwasser ist die Industrielle Tierhaltung.
Um die hohe Nachfrage an Billigfleisch zu decken, werden möglichst viele Nutztiere auf engstem Raum gehalten. Dies ist nur unter Einsatz großer Mengen von Antibiotika möglich. Über die Ausscheidungen der Tiere gelangen Reste von Tierarzneimittel in die Umwelt.

Das zeigt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes. Untersucht wurden elf ausgewählte, belastete Grundwasser-Messstellen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Die dort gefundenen Antibiotika-Rückstände stammen überwiegend aus der Landwirtschaft.

Aber auch viele weitere chemische Verbindungen unserer hochentwickelten Industrie finden sich in unserem Trinkwasser wieder. Darunter sind optische Aufheller und Duftstoffe aus Waschmitteln, Pestizidrückstände aus der Land- und Bauwirtschaft, die bereits erwähnten Medikamentenrückstände oder auch Röntgenkontrastmittel, usw. Viele Spurenstoffe sind biologisch schwer abbaubar und können daher oft nur unter sehr hohem Aufwand in der Abwasser- und Trinkwasseraufbereitung entfernt werden.

Herkömmliche Wasserwerkstechnik kann diese Stoffe nicht vollständig zurückhalten und eine Nachrüstung wäre für die etwa 6.000 Wasserwerke in Deutschland extrem teuer.
Aus diesem Grund ist das Wasser, das in die Haushalte kommt, in der Regel nicht völlig frei von kritischen und belastenden Stoffen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen und Berichte in den Medien belegen das mit Fakten. (Link)

Dazu kommt, dass die Leitungen, durch die das Wasser vom Wasserwerk bis zum Haus fliesst, sehr lang und sehr alt sein können. Oft liegen viele Kilometer zwischen Wasserwerk und Haushalt: vom weiten Transport und vor allem von der Stagnation, also dem langen Stehen in den Rohren, wird Wasser nicht besser.

Nicht nur die großen öffentlichen Leitungen sind vielerorts Jahrzehnte alt und können die verschiedensten Bestandteile abgeben (Asbest, Dichtungschemikalien, u.a.). Besonders die letzten Meter – die Leitungen im eigenen Haus – können kritisch sein. Entweder weil sie selbst etwas abgeben (Kupfer, Blei, o.a.) oder weil sich in ihnen viele Keime befinden.

Erstellt:
1